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Was kostet die eigene Praxisimmobilie?

Kosten einer Praxisimmobilie regional sehr unterschiedlich

Gerade in Nullzinszeiten werden Immbilien als goldene Wertanlage hoch gepriesen, aber lohnt sich die Anschaffung einer Praxisimmobilie? Die durchschnittlichen Kosten und Ausgaben für eine Arztpraxis betragen 50% der Einnahmen. Dabei stellen die Personalkosten die höchten Ausgaben in einer Arztpraxis dar, gefolgt von den Mietausgaben. Lohnt es sich also, eine eigene Praxisimmobilie anzuschaffen? Und wieviel Praxisimmobilie bekommt der Arzt für sein Geld?


Ob die Anschaffung einer Praxisimmobilie sinnvoll ist, darüber gibt es wahrscheinlich so viele Ansichten wie Ärzte. Aber wieviel Praxisimmobilie bekomme ich für mein Geld? Als Beispiel nehmen wir an, dem Arzt steht ein Kapital von 1 Million Euro für die Anschaffung einer Praxisimmobilie zur Verfügung.

Zuerst die gute Nachricht: In vielen Regionen Deutschlands bekommt man dafür viel Praxisimmobilie. Eine durchschnittliche Praxisimmobilie mit 150 qm Praxisfläche kostet in Deutschland rund 350.000 Euro. Diese Kosten für die Praxisimmobilie beziehen sich auf mittel attraktive Städte wie Bremen, Kiel oder Dresden.

Allerdings holen die Städte im Osten hinsichtlich Attraktivität schnell auf. Mietpreise für Praxisimmobilien sind in letzter Zeit nirgendwo so schnell gewachsen wie in Leipzig. In ländlichen Gegenden kann der Arzt dagegen für 1 Million Euro ganze Straßenzüge als Praxisimmobile kaufen, zum Beispiel in Mecklenburg-Vorpommern. Dafür bekommen Ärzte in den gefragten Metropolen sehr viel weniger Praxisfläche in ihrer Praxisimmobilie für ihr Geld.

In Stuttgart oder Göttingen sind 1 Million Euro für eine eigene Praxisimmobilie nicht mehr so viel, hier sind eher 1,5 Millionen Euro für die Anschaffung der Praxisimmobilie notwendig. In den Hochpreisstädten wie Berlin.

In Hamburg oder München muss der Arzt froh sein, für eine Million Euro überhaupt eine Praxisimmobilie angeboten zu bekommen. Die Preisschere für Praxisimmobilien zwischen ländlichen Regionen und den gefragten Großstädten wächst immer weiter. Quadrameterpreise für Praxisimmobilien schwanken zwischen 700,- Euro in Görlitz bis 7000,- Euro in Hamburg. So bekäme der Arzt 1420 Quadratmeter Praxisfläche für seine Million in Görlitz, fast so groß wie ein halbes Fußballfeld, wobei es in Hamburg gerade mal 150 Quadratmeter sind. 

Gerade im Nordosten Deutschlands bekommt man sehr viel Praxisfläche für seine Praxisimmobilie für sein Geld. Aber auch in Lüneburg, dem Bayerischen Wald oder Brandenburg bekommen Ärzte für eine Million Euro ordentliche und repräsentative Altbauten. Ärzte sind gefragte Mieter, da sie unabhängig von wirtschaftlichen Konjunkturschwankungen sind und als besonders zuverlässig und seriös gelten.

So betragen die durchschnittlichen Mietdauern von Praxisflächen und Praxisimmobilien auch ein vielfaches von Mietdauern sonstiger gewerblicher Objekte. Die günstigsten Kosten für eine Praxisimmobilie finden sich derzeit übrigens in Warstein.

ARZTBÖRSE - Ihr Spezialist für Praxisimmobilien

PD Dr. med. Christian Ottomann
25.06.2024

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